Ein gelungener Auftakt

„Miteinander Theilheim gestalten“ war das Motto einer Veranstaltung der gleichnamigen Wählervereinigung, deren Kandidaten für die nächste Kommunalwahl sich einem interessierten Theilheimer Publikum vorstellen wollten.

Vor rund 200 Zuschauern, in den bis auf den letzten Platz gefüllten Vorräumen der Jakobstalhalle, führte der in Theilheim wohnhafte, bekannte Medienprofessor Kilian Moritz durch den Abend.

Die im November 2019 neu gegründete Vereinigung „Miteinander Theilheim gestalten“, kurz MTg, setzt sich aus engagierten Bürgern und ausgewiesenen Experten zusammen. Das besondere Interesse der zahlreichen Zuhörer galt aber wohl zunächst Thomas Herpich, dem einen der beiden Bürgermeister Kandidaten im Ort.

Zunächst stellte sich der 58-jährige Projektmanager, der selbständig als Designer im Messebau tätig ist, persönlich vor. Auch wenn er vielen Zuhörern durch sein vielfältiges Engagement im ehrenamtlichen Bereich bereits bekannt gewesen sein dürfte. 

Korrespondiert er früh morgens oder spät abends (bedingt durch die Zeitverschiebung) mit Kunden in Amerika und Fernost, regelt er am Tag die Finanzen des örtlichen Sportvereins und betätigt sich dort auch schon mal als Platzwart auf den Sportplätzen.

Daneben ist er in der Nachbarschaftshilfe aktiv tätig und bringt sich in verschiedenen anderen Vereinen ein. Dass sich der Familienmensch, Vater und Großvater, den vor 39 Jahren die Liebe nach Theilheim zog, mit vielen konstruktiven Ideen einzubringen weiß, konnte er als Sprecher der 2017 gegründete Zukunftswerkstatt, aber auch bei der Mitorganisation des Theilheimatfestes schon hinreichend beweisen.

Im Programmteil seiner Rede machte er zunächst deutlich, warum Gemeindearbeit keine von Parteien vorgegebenen Ausrichtungen braucht, sondern engagierte, parteiübergreifend denkende Gemeinderäte, die mit den Bürgern gemeinsam ein lebenswertes Umfeld gestalten wollen. Was darunter zu verstehen sei und warum es das uneingeschränkte Engagement eines Bürgermeisters verlangt, zeigte er dann in seinem Streifzug durch einen vielschichtigen Themenkatalog.

Er zog einen großen Bogen vom sinnvollen Schutz der natürlichen, ländlichen Umgebung Theilheims bis hin zum Erhalt und der Gestaltung des dörflichen Charakters des Ortes. Er forderte den umgehenden Wiedereinstieg in die Städtebauförderung, um auch in den Genuss vielfältiger Fördermöglichkeiten und Zuschüsse zu kommen.

Ein weiteres grundsätzlich wichtiges Thema, stellt für ihn die komplizierte Verkehrssituation im engen Theilheim dar. Er fordert, dass man die Mobilität mit all ihren Facetten neu denken müsse. Dabei stehe aber die Sicherheit der Anwohner und der schwächsten Verkehrsteilnehmer an erster Stelle.

Weiter führte er aus, dass Transparenz und Kommunikation für ihn keine leeren Worthülsen sind, sondern mit die wichtigsten Grundlagen und Werkzeuge einer erfolgreichen Gemeinderatsarbeit.

Nur wenn man den Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe begegnet und ihnen regelmäßig umfassend Bericht zu den Kernthemen der Ortsentwicklung erstattet, ist für ihn eine erfolgreiche und zukunftsgerichtete Arbeit des Gemeinderates überhaupt erst möglich.

Vollzeit bereit!

Besonders wichtig war ihm zum Abschluss die Feststellung, „dass unser Bürgermeister seinen Lebensmittelpunkt in Theilheim haben muss„. Das Amt des Ersten Bürgermeisters sei kein unwichtiger Nebenjob. Er betonte: „Ich lebe und arbeite hier und stehe immer zur Verfügung!“

Im Anschluss stellte Professor Kilian Moritz die einzelnen Kandidaten für den Gemeinderat vor, die sich in einer guten Mischung aus professionellen und persönlichen Kompetenzen präsentierten. Sie vertieften nicht nur die von Thomas Herpich angerissenen Themenbereiche, sondern machten in ihren präzisen aber auch emotionalen Ausführungen deutlich, warum sie „Miteinander Theilheim gestalten“ als ihr persönliches Anliegen betrachten.

Es wurde deutlich, dass es sich hierbei nicht nur um eine Liste von 15 Kandidaten handelt, sondern um ein echtes Team, das sich der Aufgabe, ein Lebensumfeld zu schaffen, in dem es sich zu leben lohnt, verschrieben hat.

Anders als bei ähnlichen Veranstaltungen, rundete ein Frageteil den durchweg gelungenen Vorstellungsabend der erstmalig bei einer Wahl antretenden Wählervereinigung ab.

Freuen dürfen sich die Jugendfeuerwehr und die Fußballjugend des Sportvereins: Die Getränke bei der Veranstaltung waren kostenlos. Dafür hatte Thomas Herpich um Spenden gebeten. Nun steht die Hälfte der von den Besuchern gespendeten 488 €, der jeweiligen Jugendarbeit zur Verfügung.

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